1.2. Aufbau und Funktion des Tränenfilmes

1. Äußere fetthaltige Schicht. Sie soll verhindern,
daß die Schicht Tränenflüssigkeit über die Lidrandkante
abläuft oder sehr schnell verdunstet.
2. Mittlere wässrige Schicht. Sie soll Fremdkörper
ausschwämmen, das Auge reinigen, ernähren und Sauerstoff zuführen.
3. Innere Schleimschicht. Sie gleicht Unebenheiten der
Hornhautoberfläche aus und hält das Auge feucht.
1.3. Symptome des Trockenen Auges
1.3.1 Die Symptome dieser chronischen Krankheit kann
sich äußern durch:
- Augenbrennen
- Stechen im Auge
- Trockenheitsgefühl
- Müdigkeit am Tage
- Lichtempfindlichkeit ( Lichtscheue )
- Sehschärfenminderung
- verklebte Augenlider am Morgen
- vermehrtes Blinken ( Blinzeln ) und
- Lidrandentzündungen-
Auch umgekehrt kann es sein, daß das Trockene Auge naß ist.
Die Bezeichnung Trockenes Auge ist nicht ganz richtig. Es muß eigentlich Tränenbenetzungs- Störung heißen.
Wenn die Schädigung schon sehr weit fortgeschritten ist, kann es zu ernsthaften Schäden am Auge kommen, wie Hornhautveränderungen, Hornhauttrübungen und sogar zur Erblindung führen.
Neben dem Trockenen Auge können noch einige Krankheiten sowie auch bestimmte Medikamente diese Krankheit verursachen.
Krankheiten:
- Rheuma
- Diabetes Typ I und II
- Diabetes Insipitus ( Harnwasserruhr )
- Hormonstörungen
- Hyperthyreose ( Überfunktion der Schilddrüse
)
- Autoimmunerkrankungen
- Allergien
- Hautkrankheiten ( z.B. Akne oder Neurodermitis )
Medikamente
- Anticholinergica (z.B.Lisino) gegen Allergien
- Beta Rezeptorenblocker (z.B.Beloc) gegen Bluthochdruck
und Angina pectoris
- Diuretika (z.B. Esidrix) gegen Bluthochdruck und Ödeme
- Ergotamin (z.B. Ergo-Kranit) gegen Migräne
- Methotrexat gegen Tumoren
- Reserpin (z.B. Briserin) gegen Bluthochdruck
- Retinoide (z.B. Neotigason) gegen Akne und chronische
Hauterkrankung .
1.3.2 Weitere verstärkte Fakaktoren
Man ist heute schon soweit, daß man sagen kann, daß "Das Trockene Auge" auch von vielen umweltbedingten Faktoren verursacht werden kann. Ein Überblick über diese umweltbedingten Faktoren:
1.3.2.1 Computerarbeit:
Problematisch kann auch die Arbeit am Computer werden,
wenn negativ geladene Staubpartickel vom Bildschirm mit hoher Geschwindigkeit
auf das Auge geschossen werden.
Sehr oft setzen auch Bildschirme Phenol und Toluol (im
Kunststoff) frei, die auch noch die Beschwerden verstärken können.
1.3.2.2 Giftige Dämpfe:
Je wärmer es ist, desto intensiver dämpfen Kunststoffe
schädliche Gase aus. Z.B. Lacke, Tapeten, alte DDR- Möbel (Formaldehyd)
und Teppiche. Diese Dämpfe konnen "Das Trockene Auge" verstärken.
Alle Luftschadstoffe wirken sich negativ auf den Tränenfilm
aus. Tabakrauch schädigt auch sehr den Tränenfilm.
1.3.2.3 Ozon:
Eine sehr große Gefahr für den Tränenfilm ist der hohe Sommersmog, da man ihm so gut wie nicht ausweichen kann. Mit dem Ozon ist jenes Gas gemeint, das bei Sommersmog immer stärker in Bodennähe auftritt. Heute können Höchstwerte (Mittelwert 1 Stunde) von 300µg bis 400µg pro qm erreichen.
Dieses Reizgas entsteht aus dem Straßenverkehr, wenn bestimmte Schadstoffe bei warmen Temperaturen mit dem UV-Licht der Sonne zusammentreffen. Augenärzte kommen immer mehr zu der Meinung, daß der Sommersmog das Trockene Auge verstärkt.
1.3.2.4 Psychische Faktoren
Der Tränenfilm kann durch negative psychische Faktoren geschädigt werden. Trauer, Streß oder Kummer sind die Auslöser.
1.3.2.5 Staub
Staub kann sich auch negativ auf den Tränenfilm auswirken. Besonders problematisch können Räume sein, die mit Radiatoren (Heizkörper) ausgestattet sind, denn sie wirbeln Staub und Schadstoffe auf.
1.3.2.6 Warme Heizungsluft
Sehr warme Heizungsluft kann ganz schnell zur Verdunstung des Tränenfilms führen.
1.3.2.7 Zugluft (Autogebläse, Sport- ohne entsprechende Schutzbrille )
Gebläse vom Auto und Flugzeug, die direkt auf die
Augen gerichtet sind sowie auch beim Sport ohne entsprechende Schutzbrille,
können ein Trockenes Auge verursachen. Hier sind zum Beispiel folgende
Sportarten gemeint: Skispringen, Skiabfahrt, Schwimmen, Tauchen, Laufsport
und Walking.