2. Was ist der gefährliche Sommersmog.
Der Sommersmog entsteht nicht nur allein durch die immer
stärker werdenden Sonnenstrahlen, sondern auch durch das bodennahe
Stickstoffmonoxid . Durch das bereits vorhandene Ozon und die flüchtigen
Kohlenwasserstoffe wird das Stickstoffmonoxid zu Stickstoffdioxid ( NO2).
Durch das Sonnenlicht zerfällt letzteres in einem Prozeß wieder
in NO und ein freies Sauerstoffatom(O), das sich in einer komplizierten
Prozeßkette an normalen Sauerstoff (O2) anlagert und dann das Ozon
(O3) bildet. Wenn das Sonnenlicht fehlt, wird das Ozon wieder abgebaut.
3. Was passiert beim Sommersmog und " Dem Trocken Auge" ?
Bei erhöhten Ozonwerten kommt es öfters dazu, daß Menschen mit dem trockenen Auge sehr stark gerötete Augen haben und die Tränenproduktion erheblich herabgesetzt ist. Schon geringe Ozonwerte ab 80 µg können sehr starke Beschwerden hervorrufen.
4. Was kann man selber bei zu hohen Ozonwerten tun?
Sonnenschutzmittel immer nach Hauttyp anwenden.
Die vier Hauttypen:
Hauttyp I : helle Haut, Sommersprossen und rotes oder
rotblondes Haar
Hauttyp II: helle Haut und blondes Haar
Hauttyp III: braune Augen und dunkles Haar
Hauttyp IV: dunkler Teint und schwarzes Haar
Richtwerte für ein Sonnenbad, je nach Hauttyp:
Hauttyp I :
Menschen des Hauttyp I sind besonders gefährdet,
weil sie nie braun werden und schon nach kurzen Sonnenbaden einen Sonnenbrand
bekommen. Ungeschützt sollten sie nicht länger als 10 Minuten
am Tag sonnen. Bei Anwendung eines Sonnenschutzmittels mit einem Lichtschutzfaktor
(LSF) von mindestens 15 können sie das Sonnenbad auf höchstens
eine bis anderthalb Stunden ausdehnen. Richtig bekleidet und mit Sonnenschutz
dürfen sie bis zu drei Stunden in der Sonne bleiben.
Hauttyp II:
Menschen des Hauttyp II werden zwar braun, bekommen aber
auch leicht einen Sonnenbrand. Ohne Sonnenschutz können sie 10 - 20
Minuten in der Sonne liegen. Mit einen Sonnenschutz- Mittel anfangs LSF
14, nach einigen Tagen 14 - 8 höchstens anderthalb bis zwei Stunden.
Bekleidet und mit Sonnenschutzmittel können sie sich bis zu 5 Stunden
in der Sonne aufhalten.
Hauttyp III:
Menschen des Hauttyp III werden recht schnell braun und
bekommen selten einen Sonnenbrand. Ungeschützt können sich solche
Menschen für 20- 30 Minuten der vollen Sonne aussetzen. Verwenden
sie ein Sonnenschutzmittel mit LSF8 später 8-5 , kann das Sonnenbad
höchstens zwei bis zweieinhalb Stunden dauern. In Kleidung und mit
Sonnenschutzmittel für die ungeschützten Hautpartien versehen,
können sie bis zu 7 Stunden am Tag in der Sonne bleiben.
Hauttyp IV:
Menschen des Hauttyp IV werden immer sehr schnell braun
und bekommen nie einen Sonnenbrand. Ungeschützt können sich solche
Menschen für 45 bis 60 Minuten der vollen Sonne aussetzen. Verwenden
sie ein Sonnenschutzmittel mit LSF 4 später 4 bis 2 , steht einem
Sonnenbaden bis zu Stunden nichts im Wege. Angezogen und mit Sonnenschutzmittel
dürfen sie 10 Stunden und länger in die Sonne.
Kinder :
Sie sind unabhänig vom Typ besonders gefährdet.
Deshalb gehören sie ohne Sonnenschutz höchstens 10 Minuten in
die volle Sonne. Kinder unter 3 Jahren sollte man überhaupt nicht
in die pralle Sonne lassen. Mit Sonnenschutzmittel LSF15 oder höher
sollten sie sich höchstens 1 Stunde in der Sonne tummeln. Richtig
angezogen und mit Sonnenschutz für Gesicht, Nacken, Arme und Beine
müssen sie erst nach 3 bis 4 Stunden wieder in den Schatten.
Was ist das richtige Sonnenschutzmittel :
1. Sonnenöle schützen kaum vor UV - Strahlung
2. Sonnencrems sind gut gegen UV B - Strahlung
3. Sonnenmilch, -gel und - lotion sind gut gegen UV B
- Strahl und zumeist wasserfest.
4. Babyprodukte schützen und sind zudem frei von
Konservierungs - und Parfümstoffen ( keine Allergien )
5. Sun - Blocker schützen vor UV B - und UV A -
Strahlung ( Breitbandschutz )
6. Vorbräuner bieten keinen Sonnenschutz
7. Selbstbräuner bieten ebenfalls keinen Sonnenschutz
8. Biologische Sonnenschutzmittel sind relativ neu auf
den Markt, wissenschaftliche Erkenntnisse liegen noch nicht vor.
Was bewirkt ein Lichtschutzfaktor?
Lichtschutzfaktor (LSF) sind heute bei den meisten Sonnenschutzmittel
angegeben. Sie sind der Faktor, mit dem man die Zeit multiplizieren kann,
in der der Einzelne je nach Hauttyp sich ungeschützt der direkten
Sonneneinstrahlung aussetzen kann, und erhält dann die Zeit für
die man sich nach den Auftragen des Sonnenschutzmittels in der Sonne aufhalten
darf.
Zum Beispiel Hauttyp II kann sich ungschützt für 10 bis 20 Minuten in der Sonne aufhalten. Verwendet man ein Sonnenschutzmittel mit LSF 14, dann verlängert sich die Sonnenzeit auf 140 bis 280 Minuten.
Richtige Kleidung :
Wer sich im Sommer am Strand in hautenge Leggins und T-Shirt zwängt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ungehindert die UV-Strahlung durchläßt. Von den Arabern kann man lernen, denn sie tragen helle (vor allem weiße ) Baumwollkleidung (weite Hosen, weites T- Shirt ) und auch einen weißen Hut mit breiter Krempe.
Weiße Kleidung absorbiert die Sonnenstrahlung.
7.Vorbeugender Ozonschutz von innen
Mit einer ausgewogenen Ernährung , also reich an
Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen kann etwas zur Vorbeugung gegen
die gefährlichen UV- Strahlen und den Sommersmog getan werden.
Hierzu zählen:
Vitamin : A,C, E, B1, B2, B3, B5, B6, Biotin, Folsäure,B12
Mineralien : Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Natrium,
Magnesium, Zink
Vitamin A :Es spielt beim Schutz vor Ozonschäden eine sehr wichtige Rolle:
- hält die Schleimhäute feucht, wozu auch das
Feuchthalten der Augen zählt
- ist ein fleißiger Radikalfänger, das bei
zu hohen Ozonbelastungen und zum Schutz vor zu intensiver Sonneneinwirkung
gleich doppelt wichtig ist, denn freie Radikale unseren Organismus schädigen
durch zu hohe Ozonkonzentration und UV- Strahlung.
Vitamin C :Es schützt unser Immunsytem . Sie brauchen
eine starke Immunabwehr im Sommer mehr noch als im Winter, denn in der
heißen Jahreszeit heißt es, sich vor vielen ge-
fährlichen Attacken zu schützen, als bloß
einer Erkältung.
Vitamin E :Dieses Vitamin schützt die empfindlichen Zellmembranen vor den Angriffen hochreaktiver, schädlicher freier Radikale.
Vitamin B1 : Enzyme, die mit diesen Koenzym zusammenarbeitet,
sind direkt an der Funktion des Gehirns und des Nervensystems beteiligt
und daher mit dem Stoffwechsel im
Körper verbunden. Ein Mangel äußert sich
in der Krankheit Beriberi, die tötlich enden kann.
Vitamin B2 : Es hilft beim Entgiften der Leber und ist
an den Auf- und Abbauvorgängen der roten Blutkörperchen beteiligt.
Auch der Stoffwechsel von Linse und Hornhaut
des Auges ist auf dieses Vitamin angewiesen.
Vitamin B3 : Dieses Vitamin Niacin spielt als Bestandteil
der menschlichen Koenzyme NAD und NADP eine ganz entscheidende Rolle im
Auf- und Abbau von Kohlenhydraten,
Fettsäuren und Aminosäuren. Die beiden wichtigen
Koenzyme sind in allen Zellen des Organismus vorhanden.
Vitamin B6 : Es ist vor allem für den Aufbau verschiedener
Eiweißmoleküle erforderlich. Die Synthese der verschiedenen
Enzymmoleküle wäre ohne dieses Vitamin nicht möglich.
Deshalb ist für eine gute Anpassungfähigkeit
des Organismus auch eine regelmäßige Versorgung mit B6 unverzichtbar.
Vitamin B12: Es ist zusammen mit Folsäure verantwortlich, daß die roten Blutkörperchen im Knochenmark normal heranreifen und sich gesund entwickeln. Aber auch für das Nervensystem ist es sehr wichtig.
Biotin :Es ist als Koenzym fest an das sogenannte Biotinenzym gebunden. Dieses Enzym ist an der Regulation des Auf- und Abbaus von Kohlenhydrat- Molekülen beteiligt.
Folsäure :Hier werden mehrere wasserlösliche
Verbindungen zusammengefaßt, die sich lediglich durch die Anzahl
einer bestimmten Gruppe ( Glutaminsäurerest) unterscheiden. Es
arbeitet mit einer Reihe wichtiger Enzyme zusammen, die
vor allem am Aufbau von Riesenmolekülen aus besonders langen Ketten
beteiligt sind - etwa an der Synthese
der Kernsäuren DNS und RNS, die das genetische Informationsmaterial
darstellen. Aber auch an der Herstellung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin
ist das Folsäure-
enzym maßgeblich beteiligt. Bei erhöhtem Streß
braucht ihr Organismus ausreichend Folsäure.
Wichtig sind auch die Mineralien :
Wenn Sie ihrer Enzymausstattung und den körpereigenen
Radikalfängern auf die Sprünge helfen wollen, müssen
Sie auch darauf achten, das Sie sich ausreichend mit Mineralien versorgen
. Hier sind damit gemeint: Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan,
Natrium, und Zink.
Eine ausreichende Versorgung mit all den wichtigsten
Vitaminen und Mineralien bieten ihnen gute Chance im Kampf gegen Ozon und
zu starke UV- Bestrahlung. Bei dauernd hohen Ozonwerten im Sommer sollten
sie sich angewöhnen, ihren Organismus zweimal täglich ausreichend
mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu versorgen.
8. Vitamin- und mineralstoffreiche Sommerrezepte:
Nudeln mit Nüssen und Karotten
( 2 Personen )
( Reich an Vitamin A,B, C, E, Melatonin)
250 g Bandnudeln
3 Möhren
100 g Nußkerne
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Rosmarin und Thymian
3 EL Olivenöl
1EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Nudeln bißfest kochen. Währenddessen Nüsse
hacken, Möhren raspeln, Knoblauch zerdrücken, Rosmarin- und Thymianblätter
vom Zweig abstreifen und kleinschneiden. Alles in der Pfanne mit heißem
Öl und Zitronensaft bei geringerer Hitze zugedeckt ziehen lassen,
bis die Nudeln gekocht sind. Die abgetropften Nudeln kurz in die Pfanne
beifügen, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf warmen Tellern
servieren.
Gemüsereis- Pfanne
(4 Personen)
( Besonders reich an: Melatonin, Vitamin A, der Gruppe
b, C, Spurenelemente, Mineralien)
250 g Langkornreis
600 ml Gemüsebrühe
3 mittelgroße Karotten
250 g Brokkoli
1 rote und gelbe Paprika
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
100 g geriebener Hartkäse
1 TL Curcuma oder Curry
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Zwiebeln und Knoblauch kleinhacken und mit Curcuma in
der Hälfte des Olivenöl andünsten. Reis beigeben, mit Gemüsebrühe
aufgießen und kurz aufkochen lassen. Zugedeckt bei geringer Hitze
ca. 20- 30 Minuten ziehen lassen. Gemüse in kleine Würfel oder
Streifen schneiden und im restlichen Olivenöl kurz andünsten.
Gebratenes Gemüse mit dem gedünsteten Reis vermischen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit dem Käse bestreuen
und kurz auf der abgeschalteten Herdplatte ziehen lassen. Mit gehackter
Petersilie garnieren und in der Pfanne servieren.
Provencalischer Tomatensalat
( 4 Personen )
( Reichlich enthalten vor allem: Vitamin A, C, E, Melatonin
)
500 g vollreife Tomaten
1 Bund Petersilie
1-2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
In Scheiben oder Viertel geschnittene Tomaten in einer
Schüssel schichten. Jede Schicht mit Salz und Pfeffer würzen
und mit gehacktem Knoblauch und Petersilie bestreuen. Den Salat mit Olivenöl
begießen und sofort servieren.
9. Sehr wichtig ist auch die Flüssigkeitszufuhr
Sehen sie bitte unter dem Kapitel Sonne und Sonnenschutz nach.
11. Einige vitaminreiche Sommergetränke:
Cocktail "Pussy foot "
( 1 Person )
( Enthält unter anderen viel Vitamin C )
50 ml Orangensaft
20 ml frischgepreßter Zitronensaft oder Limonensaft
30 ml Ananassaft
10 ml Grenadinesirup
Zutaten vermischen und in ein Glas mit Eiswürfel
servieren.
Karottensaft "Summer in the City "
( 1 Person )
( Reich an Melatonin, Vitamin A, C, besonders kalorienarm
)
2 Karotten
2 Orangen
1/ 2 Zitrone
Karottensaft in Entsafter herstellen und mit Orangen
und Zitronensaft vermischen. Im Glas mit
Orangenscheibe garniert servieren.